Ein Bäumchen pflanzen

„Liebe ist wie eine zarte Blume,

die täglich neue Pflege braucht“.

Verfasser unbekannt

Foto @linsenmomente

Das Verschenken eines Hochzeitsbaums hat eine lange Tradition. Sie baut auf der alten Redensart auf, dass ein Mann in seinem Leben drei Dinge getan haben sollte:

Ein Haus bauen, ein Kind zeugen und einen Baum pflanzen. Bis heute hat dieser Brauch einen festen Platz in unserer Gesellschaft. Wie der Baum soll auch die Ehe immer weiter wachsen und stärker werden.

Einen Baum zu pflanzen, der in vielen Jahren Jahren genau so wie Eure Liebe wächst, das ist doch ein schöner Gedanke für eine Trauung?

Unser Brautpaar Melly und Harald haben sich für dieses Trauritual entschieden.

Worum geht es bei der Zeremonie

Ebenso wie Ihr als Ehepaar an euren Herausforderungen wachst und Eure gemeinsame Stärke entwickelt, wird der Baum immer stärker, treibt seine Zweige aus und verstreut seine Samen. Genauso, wie auch Ihr die Früchte Eurer Arbeit erntet und vielleicht Eure Beziehung mit Kindern bereichern werdet.

Es werden kräftige Wurzeln gebildet, damit weder der Baum bei einem Sturm entwurzelt noch Eure Ehe erschüttert werden kann.

Der Ablauf der Pflanz-Zeremonie

Nach dem Eheversprechen pflanzt ihr Euren Baum/Bäumchen in einen großen Übertopf

und später pflanzt Ihr ihn/es in Euren Garten (falls Ihr einen habt).

Hierfür bietet sich beispielsweise ein Olivenbaum an, der sich auch dauerhaft im Übertopf wohl fühlt. Seine Pflege ist sehr einfach, weshalb Ihr damit eine sehr lange Erinnerung an Eure Hochzeit haben werdet und sogar jedes Jahr die Früchte ernten könnt.

Beliebte Hochzeitsbäume und ihre Bedeutung beispielsweise sind :

Die Eberesche für ein langes Leben

Weiden für ein ruhiges, schönes Leben ohne Eifersuchtsdramen

Eichen stehen für Beständigkeit und Stärke

Birken, die jeden Angriff auf die Ehe abwehren können

Haselsträucher, die für Weisheit und Wahrheit stehen .

Blumenkranz-Ritual

©linsenmomente

Bei diesem hawaiianischen Ritual übergeben sich Braut und Bräutigam einen Blumenkranz (in Hawaii Lei genannt) als ein Zeichen der Liebe.

Die handgepflückten Blüten werden mit Sorgfalt aufgezogen, die ein Symbol des Aloha sind. Früher tauschte das Paar nur diese Leis als Zeichen der Liebe. Die Eheringe wurden erst durch die Missionare zu Beginn des 19. Jahrhunderts auf Hawaii eingeführt.

Deshalb tauscht das Paar in der heutigen Zeremonie zuerst die Blumenleis und zum Ende hin die Eheringe.

Es gibt allerdings noch eine „Blume“, die man nicht als Lei tragen kann. Die Kokosnuss – NIU auf Hawaiianisch. Könnte man auch noch zusätzlich in die Zeremonie mit einbringen. 

In einigen Teilen der Tropen wird die Kokosnusspalme auch „Baum des Lebens“ genannt. Man benutzt die Palme auch heute noch, um Feuer und Tauwerk her zu stellen. Nach der Hawaiianischen Zeremonie wird ein Erfrischungscocktail aus echten Kokosnuss-Schalen getrunken, um die lebensspendende Kraft zu ehren. Auch steht die Kokosnuss symbolisch für Fruchtbarkeit. 

 

 

Die Sandzeremonie – Sand Ceremony

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Dieser Hochzeitsbrauch kommt aus den USA und wird auch in Deutschland immer häufiger zelebriert. Bei der Sandzeremonie gießen Braut und Bräutigam abwechselnd unterschiedlich gefärbten Sand in eine Vase, so dass ein schönes Muster entsteht. Ein schönes Symbol dafür, dass zwei Menschen eins werden. Hier kann die Zeremonie z. B. in die Trauung integriert werden und die traditionelle Hochzeitskerze ersetzen.

Die Bedeutung der Zeremonie

Die Sandzeremonie ist eine schöne Geste mit tieferer Bedeutung für das Brautpaar. Da die einzelnen Sandkörner nicht mehr von einander getrennt werden können, kann auch das Brautpaar nicht mehr getrennt werden. Ihr werdet ein Ganzes. Es zeigt aber nicht nur die enge Verbundenheit, sondern ist auch die erste gemeinsame Handlung als Paar.

Aus ICH und DU wird WIR.

Ein Knoten der für immer hält – We tie the knot

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Ein fest gezogener Knoten ist nur schwer zu lösen. Genau darum geht es bei diesem Trauritual. Besiegelt Eure Verbindung mit einem Knoten. Nach dem JA-Wort verbindet sich das Paar so zu sagen mit dem Knoten zu einer Einheit, die durch den festen Knoten nur schwer wieder gelöst werden kann. Eine Freie Trauung auf einem Hausboot/Schiff passt perfekt zu diesem Ritual. Man denkt direkt an einen Seemannsknoten, der so fest ist, dass er sogar ein Boot am Hafenufer hält. So fest soll dann auch die Partnerschaft sein. Und wenn Ihr diesen Knoten in einem Bilderrahmen aufbewahrt, werdet Ihr immer wieder an diesen Liebeszauber erinnert.

Handfasting

©forTinaPhotography

Das Handfasting ist ein sehr altes und immer noch beliebtes Ritual bei Freien Trauungen und kommt aus dem keltischen Bereich. Beim Handfasting werden Bänder um die ineinander gelegten Hände des Paares geschlungen. Dies soll die starke Verbundenheit symbolisieren. Früher waren das oft Paare, die sich keine Eheringe leisten konnten, aber trotzdem eine sichtbare Verbindung vor den Hochzeitsgästen eingehen wollten.

Vielleicht kommt auch daher der Ausdruck … den Bund fürs Leben schließen … Früher bedeutete „Handfeste“ , dass man einen schriftlichen Vertrag miteinander geschlossen hat. Das Eheversprechen war somit damals und auch heute noch ein bindender Vertrag – Der Bund fürs Leben .

Liebesbriefe in der Weinkiste

©photoinlove

Das Hochzeitspaar schreibt einen Liebesbrief jeder für den andern. Bei der Zeremonie werden die Briefe zusammen mit Bildern, Fotos und natürlich alles rund um die Hochzeit, wie z.B. eine
Save the Date Karte, Einladungskarte, Menükarte, Freudentränen, alles was für das Paar dazu gehört in die Weinkiste gegeben.
Die Kiste wird dann verschlossen. Die Traurednerin schlägt den ersten Nagel ein, gefolgt von der Braut und dem Bräutigam, die die Kiste verschließen. Am 7. Jahrestag des Brautpaares wird die Kiste geöffnet und das Paar kann in Erinnerungen schwelgen und den Wein zusammen trinken.

Aber schaut selbst was die Bilder erzählen.

Und Das Beste kommt ja bekanntlich zum Schluss… Es gab noch eine Überraschung inkl. Freudentränen für die „Model-Braut“… Sie bekam noch einen echten Antrag.

IHK Zertifikat
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